Impressum - Kontakt - Sitemap - Links >>> Bürgertelefon 07392 - 10980

Presseberichte

Klares Votum

Rainer Kapellen wird neuer Laupheimer Bürgermeister

Laupheim (ry) Rainer Kapellen hat es geschafft! Mit 60,77 Prozent der Stimmen wurde er gestern für acht Jahre zum Laupheimer Bürgermeister gewählt. Im März 2010 löst er die jetzige Amtsinhaberin Monika Sitter ab; auf sie entfielen 38,4 Prozent der Stimmen. Der dritte Kandidat Rudolf Henn kam über 0,52 Prozent nicht hinaus.

Um 18 Uhr schlossen die Wahllokale, 22 Minuten später stand das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahl fest. Schon die ersten Teilergebnisse, die auf der Videoleinwand im Rathausfoyer eingeblendet wurden, kündeten von mehr als 60 Prozent für Kapellen, und der Herausforderer behauptete diesen Vorsprung bis ins Ziel.

Kapellen, derzeit noch Erster Bürgermeister in Weingarten, hat sowohl in der Kernstadt als auch in den Teilorten und bei den Briefwählern die absolute Mehrheit geholt. Besonders stark schnitt der 46-Jährige in Obersulmetingen (77,9 Prozent) und in Untersulmetingen (69,3 Prozent) ab.

Im und vor dem Rathaus jubelten Hunderte Menschen dem künftigen Laupheimer Stadtoberhaupt zu. Die Gratulationscour wollte schier kein Ende nehmen. Bei der gestrigen Wahl waren 14 617 Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,3 Prozent.

Stimmen zum Wahlausgang

"Wir haben eine gute Wahl getroffen"

Laupheim (am/ry) Nach der Bürgermeisterwahl haben sich die Ortsvorsteher, Mitglieder der Ratsfraktionen und ein Sprecher der BI "Pro Laupheim" zum Ausgang geäußert. Der neue Bürgermeister Rainer Kapellen darf auf breite Zustimmung bauen.

"Als Bürger bin ich sehr sehr glücklich", sagt der Baustetter Ortsvorsteher Dietmar Kögel. "Als Ortsvorsteher hoffe ich auf eine konstruktive Zusammenarbeit und darauf, dass wir zusammen an einem Strang ziehen werden." Ferner wünscht sich Kögel, dass die Lähmung, die seiner Meinung nach in der vergangenen Zeit vorherrschte, aufhöre. Den Ausschlag für das Wahlergebnis hat seiner Meinung nach Rainer Kapellens Auftreten gegeben: "Er geht auf die Menschen zu und strebt gemeinsame Lösungen an. Das hat er glaubhaft rübergebracht."

"Das ist ein guter Tag für Laupheim", sagt Alexandra Scherer, Ortsvorsteherin in Obersulmetingen. "Wir haben eine gute Wahl getroffen." Kapellen sei ein Mensch, der eher versöhne als spalte. "Er wird dafür sorgen, dass die Teilorte und die Stadt wieder zueinander finden", glaubt Scherer.

Rita Stetter, Ortsvorsteherin in Bihlafingen, ist über das klare Ergebnis der Wahl erfreut. "Ich freue mich auf eine sachliche Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren nicht möglich war", sagt sie. "Das klare Ergebnis hängt mit Monika Sitter und dem Umgang mit ihren Mitmenschen, Mitarbeitern und dem Gemeinderat zusammen." Von Kapellen erwartet Stetter, dass er ein fairer, sachlicher und kompetenter Partner ist. "Ich hoffe, dass er den Eindruck, den er in der Öffentlichkeit vermittelt hat, auch bestätigt."

Untersulmetingens Ortsvorsteher Franz Romer ist überrascht von dem eindeutigen Ergebnis: "Ich habe mich immer für einen Wechsel im Rathaus ausgesprochen", sagt er. "Dass das Ergebnis aber so offensichtlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht." Nun richtet Romer den Blick nach vorn: "Jetzt gibt es einen Neuanfang und alle sind gefordert, Rainer Kapellen den Start so leicht wie möglich zu machen."

"Für mich und meine Fraktion freue ich mich über das deutliche Ergebnis", sagt Michael Kahle von der Offenen Liste. "Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit Rainer Kapellen, auf viele Visionen, Kommunikation und Weitblick." Die gute Wahlkampfinitiative, die Qualifikation von Rainer Kapellen und dessen Arbeit hätten zu dem Wahlergebnis beigetragen. Doch auch die "Oberflächlichkeit im Wahlkampf von Frau Sitter" habe das Wahlergebnis beeinflusst.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkhard Volkholz sagt: "Ich bin sehr froh, begeistert und überwältigt von dem Engagement der Bürgerschaft." Rainer Kapellen ist seiner Meinung nach "ein Fachmann, mit dem sich die Zusammenarbeit leichter gestalten wird". Den Ausschlag für das Wahlergebnis habe "der Ärger in den vergangenen acht Jahren mit der Bürgermeisterin" gegeben. "Die Bürgerschaft wollte sich das nicht mehr gefallen lassen", glaubt Volkholz.

Ähnlich sieht es der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Wilhelm Glocker: "Ich glaube, die Laupheimer waren die ewigen Streitereien im Rathaus müde." Glocker ist sich sicher, dass der neue Bürgermeister das Miteinander umsetzen werde. "Zusammen lässt sich alles bewerkstelligen, ich glaube, dass wir Laupheim zusammen auf einen guten Weg führen werden."

Freie Wähler bieten die Hand

"Die Wähler haben deutlich entschieden. Das ist wichtig für Rainer Kapellen, damit er einen guten Start hat", sagt der Vorsitzende der Freien Wähler Laupheim, Werner Lehmann. Man habe Kapellen zugesichert, "dass wir im Fall seiner Wahl eine konstruktive Zusammenarbeit anstreben werden". Der Kandidat habe persönlich einen fairen Wahlkampf geführt. Nun sei es an der Zeit, Missstimmungen aufzuarbeiten -- "die nächsten Jahre werden auch für Laupheim nicht leicht". Monika Sitter, betont Lehmann, "werden wir als Mensch nicht fallen lassen". Man werde versuchen, sie bei ihrem Neuanfang zu unterstützen.

Kapellens klares Ergebnis sei eine gute Voraussetzung für den Start in eine erfolgreiche Zusammenarbeit, urteilt der FW-Fraktionschef Rudolf Pretzel. Vom künftigen Bürgermeister erwarte man, dass er eine tragfähige Arbeitsbasis im Gemeinderat schaffe.

"Wir sind erleichtert über den Wechsel und glauben, dass Rainer Kapellen der richtige Mann ist, die Gräben zuzuschütten, die in der Bürgerschaft und im Gemeinderat entstanden sind", kommentierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Stradinger das Wahlergebnis. Kapellen dürfe auf die Unterstützung der SPD bauen.

Monika Sitter

"Ich bin Demokratin, ich akzeptiere das"

Laupheim (ry) - "Ich bin Demokratin, ich akzeptiere das." Mit diesen Worten hat Amtsinhaberin Monika Sitter ihre Niederlage bei der gestrigen Bürgermeisterwahl kommentiert.

Des Wahlausgangs sicher sei sie "keinen Moment" gewesen, sagte Sitter der Schwäbischen Zeitung, "man kann in die Bürgerinnen und Bürger nicht hineinsehen." Klar sei, dass jemand, der acht Jahre Bürgermeister in Laupheim sei, viele Begegnungen habe, "die nicht unbedingt zum Vorteil des åÊjeweiligen Gegenübers enden", sagte Sitter und verwies im Besonderen auf ihre Sparbemühungen. Sie hätte sich einen "faireren Wahlkampf" gewünscht.

Ihre verbleibende Amtszeit bis zum 5. März 2010 werde sie erfüllen, da stehe sie auch bei ihren Wählern im Wort. Die Jahre in Laupheim seien für sie "ganz wichtige Jahre gewesen, beruflich die mit Abstand interessantesten ich möchte sie nicht missen".

Copyright Schwäbische Zeitung
Ausgabe Laupheim 25.11.2009