Grundsatzentscheidung zur neuen Sporthalle in Baustetten - 17.7.18

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Stellungnahme der CDU-Fraktion im Gemeinderat am 16.7.2018 von Achim Schick

Ein funktionierendes Dorfleben und der Zusammenhalt im Ort sind auf ehrenamtliches Engagement und eine aktive Vereinstätigkeit angewiesen. Insbesondere in der Jugendarbeit übernehmen Institutionen und Vereine in Baustetten sehr erfolgreich viele Angebote, die in Laupheim durch die offene und mobile Jugendarbeit mit bezahltem Personal bereitgestellt werden.


Die bestehende Halle kann zwar den Schulsport abdecken. Vereins- und Wettkampfsport sind aber aufgrund des Hallenzuschnitts nur bedingt möglich und ein Ausweiten des kulturellen und sportlichen Angebots scheitert derzeit an Kapazitätsengpässen. Rechnerisch könnte die geplante Dreifeldhalle in Laupheim vorübergehend für Entspannung sorgen. Allerdings wird in einer stetig wachsenden Stadt auch hier der Bedarf steigen.


Im Haushaltsplan 2018 lesen wir, „dass die Anzahl der Altersgruppen ab 60 Jahren sehr schnell und nachhaltig ansteigen wird. Insoweit erwachsen der Stadt auch im Seniorenbereich durchaus zusätzliche Aufgaben“. Diese Generation bleibt inzwischen länger fit, nicht ohne Grund auch dank körperlicher Aktivität.


Die neue Baustetter Halle bietet vor allem morgens Nutzungskapazitäten, die in Laupheim nicht zur Verfügung stehen werden. Gerade für die wachsende Anzahl älterer Mitbürger, aber auch für die VHS oder im Bereich Gesundheitssport könnten die Vormittagstermine sehr attraktiv sein. Dafür müssen aber das Nutzungskonzept, die dafür nötige Ausstattung und das Angebot an Parkplätzen genau beleuchtet werden. Sinnvoll wäre aus Sicht der CDU-Fraktion die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie. Auch in Bihlafingen hat die Gegenüberstellung von Planungsalternativen wesentlich zur Entscheidungsfindung beigetragen.


In diesem Zusammenhang sollte auch der Standort nochmals hinterfragt werden. Ein Andocken an das bestehende Schulgebäude bringt zwar Synergieeffekte durch gemeinsam genutzte Zugänge, Funktionsräume und Energieversorgung. Allerdings kann daraus auch ein nicht zu unterschätzendes Konfliktpotential erwachsen und aus gestalterischer Sicht müssen durch die beengte Lage Kompromisse in Kauf genommen werden.


Nach Meinung der CDU-Fraktion sollte, wie inzwischen auch von der Verwaltung vorgeschlagen, 2019 eine Planungsrate eingestellt werden, um dieses Projekt fundiert und dem gesamtstädtischen Bedarf entsprechend sorgfältig und nicht unter Zeitdruck planen zu können. Um einen möglichen Alternativstandort nicht im Voraus auszuschließen, sollte Teil 1 des Beschlussvorschlags dahin abgewandelt werden, dass der Bau einer weiteren Halle in Baustetten beschlossen wird.


Die CDU-Fraktion unterstützt dieses Vorhaben.